“Die verlorene Kunst, ein Geheimnis zu bewahren” Eine Annäherung an eine Annäherung.


Eine Annäherung an eine Annäherung.


„Alles vergessen. Fenster öffnen. Das Zimmer leeren. Der Wind durchbläst es. Man sieht nur die Leere, man sucht sich in allen Ecken und findet sich nicht.“

(Kafka, Tagebücher)


Zuhause bleiben.

Die Tür schließen.

Die Heizung andrehen. Vor dem Bett sitzen. Sich auf die Matratze fallen lassen. Eine zweite Matratze in der Nacht vom Sperrmüll holen und sie auf die erste legen.

Sich selbst dazwischen legen.

Zwischen den Spalt atmen.

In den fremden Bettgeruch sich ein Hotelbett in Palermo denken.

Herrn Roussel in dieses Bett denken. Wie er das Essen verweigert. Andere Menschen aussperrt.

Die Blätter beschriebenen Papiers häufen sich. Hellgrünes Papier, wie Lindenblätter. Vor dem Fenster: die Gardinen, zugezogen, man sieht weder Sonne noch Bäume.


„Ich verkrieche mich vor Menschen nicht deshalb, weil ich ruhig lebe, sondern weil ich ruhig zugrunde gehen will.“

(Kafka, Tagebücher)


In „Die verlorene Kunst, ein Geheimnis zu bewahren“ geht Thom Luz der Frage nach, ob der Autor Raymond Roussel an sich selbst zugrunde ging, oder ob dies durch die Hand anderer geschah. CSI Palermo und eine zarte Annäherung an einen eigensinnigen Menschen, der reiste, ohne zu reisen.

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